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Meine Zeit in Kanada
 

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Tractor Skills!

Kim ist momentan in Holland und schaut sich dort ein paar Pferde an, um wahrscheinlich auch welche mitzubringen. Für ihre Abwesenheit hat sie uns eine Liste geschrieben, die wir abarbeiten sollen. Unter anderem sollten auch noch weitere Hindernisse von der Reithalle nach draußen auf den Reitplatz gebracht werden. Gesagt, getan. Also bin ich heute ein paar Mal mit dem Trecker hin- und hergefahren und habe meine Treckerkenntnisse ein wenig erweitert: An- und Abkuppeln des Anhängers klappt nun auch!

Weil wir so schönes Wetter hatten, habe ich es mit Brother genossen. Richtig angenehm!

Und wir haben ein neues Pferd: Mowton. Oder auch Moe. Total lieb und total faul! Man muss ihn echt zum Arbeiten zwingen, wenn man ihn dann irgendwann mal überzeugt hat, gehts ein wenig besser.


19.4.15 02:50, kommentieren

Sorry to let you wait. Here are the latest News and Events.

Soo… nun habe ich mich länger nicht mehr gemeldet, weil hier so viel los war und ich nicht wirklich Zeit hatte, etwas zu schreiben. Manchmal hatte ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr nach der Arbeit noch produktiv zu werden.  Aber nun bin ja dabei, euch zu berichten, was ich so erlebt habe.

Mama, Nina und Lutz sind am 3. April abends in Toronto gelandet und haben in der ersten Nacht in einem Hotel in Brampton übernachtet, da sie nicht mehr bis zu mir fahren wollten. Die Zeitverschiebung haut mit dem Flug zusammen dann doch ganz schön rein – Das habe ich ja selbst schon erfahren dürfen. Also haben sie am Samstag erstmal ausgeschlafen und kamen um 11 Uhr zum Stall. Endlich! Hatte auch lange genug gedauert. Nachdem ich den dreien den Stall gezeigt und den anderen vorgestellt habe, sind wir nach Erin gefahren und ich habe ihnen Tim Hortons gezeigt, wo wir natürlich „fast“ alle Leckereien ausprobieren mussten.

Mit diesem Gefährt sind wir die ganze Woche unterwegs gewesen :-)


Anschließend ging es nach Georgetown, wo wir kurz durch „Downtown Georgetown“ gelaufen sind, was relativ fix ging, da es sehr klein ist. Zum Ausruhen ging es danach ins Hotel, in dem Mama und Lutz die folgende Nacht geschlafen haben. Nina hat bei mir im Zimmer übernachtet, da ich zum Glück ein schönes großes Bett habe. Abends waren wir im St. George essen, weil ich so oft davon erzählt habe, dass die drei das leckere Essen auch probieren mussten. Und sie konnten zustimmen! Nach dem Essen haben Mama und Lutz uns wieder zum Stall gebracht, Nina und ich haben noch einen Kuchen für Lutz´ Geburtstag am Sonntag gebacken und dann mussten wir auch ins Bettchen. Sonntagmorgen durfte Lutz im Schnee Trecker fahren. Über Nacht hat es hier nämlich geschneit und es lagen wieder ein paar cm Schnee.  Ich hatte ihm einen Gutschein für eine Treckerfahrt geschenkt und er wollte den natürlich direkt einlösen. Danach konnten wir auch endlich losfahren. Ab ins Auto gesetzt und auf den Weg nach Huntsville gemacht. Ziel war der dort nahe gelegene Algonquin National Park. Zuerst haben wir in Huntsville im Hotel eingecheckt, ein bisschen Geburtstagskuchen gegessen und sind anschließend zum Nationalpark gefahren. Dort angekommen haben wir einen der vielen Trails gemacht. 2,3 km Wanderpfad um einen See herum. Der See war zugefroren, die Sonne schien, es lag noch Schnee und die Temperaturen waren recht angenehm. Nach einer knappen Stunde haben wir unsere kleine Wanderung beendet und sind wieder zurück nach Huntsville gefahren, haben allerdings auch ein paar Zwischenstopps auf dem Rückweg gemacht und einige weitere schöne Fleckchen Kanadas gesehen.


Montagmorgen hat uns leider die Nachricht erhalten, dass Oma ins Krankenhaus gekommen ist, weil es ihr gar nicht gut ging. Das hat unsere Stimmung natürlich etwas getrübt, da wir nichts Genaues wussten und aber auch nichts tun konnten. Nach kurzem Hin- und Herüberlegen sind wir wieder zurück Richtung Toronto gefahren, um dichter am Flughafen zu sein. Dort haben wir uns informiert, wie es mit dem Umbuchen der Rückflüge aussehen könnte. Leider war es aber so teuer, dass Mama, Nina und Lutz ihre Flüge nicht umgebucht haben. Die früheste Möglichkeit wäre eh erst am Donnerstagabend gewesen oder für eine Person am Mittwoch. Nach dem Flughafenbesuch sind wir zu den „Toronto Premium Outlets“ gefahren und haben dort ein wenig geshoppt. Spontan ein Hotel in Markham gebucht und dann dahin gefahren. Im Hotel angekommen haben wir herausgefunden, dass es sogar einen Pool und eine Sauna hat, welche wir natürlich sofort getestet haben. Das war richtig cool. Im Whirlpool mal wieder ordentlich durchgewärmt und anschließend gut essen gewesen. Ein schöner Abend.


Am nächsten Morgen haben wir uns mit der nahegelegenen U-Bahn auf den Weg nach Downtown Toronto gemacht. Sightseeing in Toronto mit dem Hop On-Hop Off Bus, zu Fuß und vom CN-Tower aus… wir haben einiges gesehen, aber bestimmt längst nicht alles.Auch nach meinem zweiten Besuch kann ich sagen, dass ich die Stadt echt schön finde. Man könnte bestimmt über eine Woche da verbringen und hat immer noch nicht alle schönen oder wichtigen Orte gesehen.

Der CN-Tower von unten:

Der Blick über Toronto vom CN-Tower aus:

Mama, Nina und ich im Eaton Center:


Uuuuuund Lutz hat sein Lieblingsessen gefunden: Poutine! Pommes mit Bratensoße und Käse.

Nach einer weiteren Nacht in dem Hotel in Markham, welches uns nur 18,50 pro Person gekostet hat, sind wir am nächsten Morgen nach Niagara-On-The-Lake gefahren. Diese Kleinstadt hat Kim uns empfohlen und ihr Tipp war super. Kurz bevor wir dort ankamen hat Volker uns angerufen, dass Oma friedlich eingeschlafen ist. Wahrscheinlich hat sie extra gewartet, bis Mama und Co. bei mir waren, sodass ich nicht alleine war. Und darüber war und bin ich auch ziemlich froh. Keine Ahnung wie das ansonsten gewesen wäre. Leider war das Wetter total doof, was allerdings zu unserer Stimmung passte: Mega am Regnen, sodass wir gar nicht aus dem Auto kamen, ohne richtig nass zu werden. Also mussten wir uns die Stadt aus dem Auto heraus ansehen und uns vorstellen, wie es wohl bei Sonnenschein aussehen könnte. Auch trotz des Regens war Niagara-On-The-Lake die schönste Kleinstadt, die ich bislang hier gesehen habe! Nachdem wir bei Starbucks einen Kaffee getrunken haben, sind wir weiter nach Niagara Falls, der Stadt an den Niagarafällen gefahren. Natürlich war es immer noch am Regnen, aber zumindest nicht mehr ganz so schlimm wie zuvor, sodass wir ein wenig umherlaufen konnten um die Niagarafälle zu sehen.


Im Regen ist das Ganze natürlich nicht so schön, wie es war, als ich mit Amanda vor einiger Zeit schon da war, trotzdem war es gut.

Mama, Nina und ich auf der Rainbowbridge, die die Verbindung zwischen den USA und Kanada darstellt:

 

Am Abend sind wir nochmal zu den Niagarafällen gefahren, die wir von unserem Hotel zwar hören, aber nicht sehen konnten. Zurzeit werden die Wasserfälle nämlich immer von 21:00 bis 0:00 Uhr angestrahlt. Ein richtig schönes Erlebnis! Leider wurden nur die kleinen und nicht die großen Horseshoefälle angeleuchtet. Dennoch war es super!

Häuser werden hier übrigens aus Spanholzplatten "zusammengedengelt" (Zitat von Lutz) und sehen im Rohbau so aus:


Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg nach Kitchener gemacht. Kitchener ist eine kleine Stadt, die ursprünglich Berlin hieß und in der heute noch tief religiöse Mennoniten leben, die mit ihren Pferdewagen unter anderem Waren zum Farmer´s Market transportieren und sich auch sonst anscheinend eher weniger mit neuartiger Technik beschäftigen. Dieser Farmer´s Market war ziemlich cool. Es gab viele verschiedene Stände an denen Küchenutensilien, Fleisch, Käse, selbstgemachte Taschen etc., Sirup und andere Dinge verkauft wurden.

Fleischtheke beim Farmer´s Market:


In unserem Reiseführer stand auch, dass das benachbarte St. Jacobs Outlet ein guter Anlaufspunkt wäre, welches wir daher dann ebenfalls besucht haben. Allerdings war es nicht so toll, wie es beschrieben wurde. Die meisten Geschäfte sind eher für ältere Generationen gedacht und nicht so cool wie die Toronto Premium Outlets – aber naja, wir haben dieses Outlet Center nun auch gesehen und wissen, dass man dort doch nicht unbedingt hin muss.

Danach ging es weiter nach Guelph, in den Ort, in dem wir die letzte Nacht zusammen verbracht haben, bevor es für die drei am Freitagabend wieder nach Hause gehen sollte. Nach einem guten „Abschiedsessen“ im Turtle Jack´s haben wir noch einen kleinen Spaziergang um die Kirche von Guelph gemacht und uns dann fix zurück ins Hotel begeben. Der letzte Morgen begann mit einem guten Frühstück im Hotel und schönem warmen Wetter, wobei leider die Sonne nicht richtig durch die Wolken durch kam. Auf dem Weg zurück nach Erin/Georgetown habe ich die drei noch zu den Cheltenham Badlands und durch die Equestrian Neighbourhood geführt. Die Badlands sind rote Felsen bzw. Boden, der einen hohen Eisengehalt hat und durch die Witterung iodisiert.

Der Abschied von Mama, Nina und Lutz war natürlich wieder schwer, aber nun  ist es ja nicht mehr so lang, bis ich wieder in Deutschland bin. Auch wenn es mir hier gut gefällt, vermisse ich manchmal alle lieben Leute zu Hause. 68 Tage noch..

Zurück im Stall habe ich an dem Tag direkt wieder gearbeitet. Ich hatte wenig Lust, den restlichen Tag in meinem Zimmer oder im Haus zu sitzen. Nach der Arbeit bin ich auch noch Brother geritten. Das hat richtig Spaß gemacht. Momentan ist er echt gut drauf und die Reitstunden laufen nicht schlecht. Vor ein paar Tagen dann habe ich Kim gefragt, wie das denn mit „extra rides“ aussehen würde. Ich würde gern öfter reiten und mir mehr rides durch extra Aufgaben oder so verdienen. Bis auf dass Brother und Norbert – und nun auch Moe, ein neues Pferd – fünf Mal pro Woche bewegt werden können, konnte sie mir aber leider nicht mehr sagen. Hatte ich zwar anders gehofft, aber besser als nichts auf jeden Fall. Gestern hat Amanda mir erzählt, dass ich, wenn Leo weg ist, mehr reiten kann. Begründung ist, dass Kim Leo nicht die anderen Pferde reiten lassen möchte. Jetzt sind es noch 10 Tage, bis ich hoffentlich mehr reiten kann. Mal schauen. Freu mich schon.

Bis dann! :-)

17.4.15 03:44, kommentieren