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Meine Zeit in Kanada
 

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The first days are over...

... and I finally did it! Hier ist mein Blog, auf dem ihr ein wenig verfolgen könnt, was ich in der Zeit, während ich in Kanada bin, so mache.

Ich habe es nach fünf Tagen endlich geschafft, mir die Zeit zu nehmen und den Blog zu gestalten. Bzw. zu gestalten ist zu hoch gegriffen. Erstmal reicht auch die Blanko-Seite. :D

 Die ersten vier Tage sind super schnell verflogen und ich habe mich immerhin schon ein bisschen eingelebt und einige nette Kanadier und Kanadierinnen kennengelernt, die durchweg total nett und offen waren. Man wird hier mit "Hey. How are you?" begrüßt und mit "It was nice to meet you." verabschiedet. Egal wen man wann sieht, alle sind freundlich und haben ein Lächeln auf den Lippen.

Die Flüge hier hin, haben grundsätzlich gut geklappt. Nur in Island dachte ich kurz, die Zeit würde stehen bleiben. Dazu gleich mehr! Los ging es am Sonntag, 18.1., in Amsterdam. Mama, Lutz und Nina haben mich dorthin gebracht. Nach der Gepäckabgabe und dem ersten Aufatmen, dass mein Koffer super gepackt war - nämlich 22,9 kg von erlaubten 23 - tranken wir noch einen Kaffee, bevor es hieß "Only Passengers. Kiss and Goodbye". Beim Erblicken des Schildes schossen natürlich sofort die vorher bereits zurückgehaltenen Tränen in die Augen und ließen sich dann nicht mehr aufhalten. So lange von zu Hause weg.. So eine lange Reise ins eigentlich Ungewisse.. Auch wenn man im Zeitalter von Handy und Internet natürlich gut kommunizieren kann, ist es schon irgendwie hart. Der Kloß im Hals blieb dann auch bis zur Landung in Toronto. Abflug war dann um 13:20 Uhr mit Icelandair nach Reykjavik. Landung dort um 15:30 Uhr Ortszeit.



Weiterflug nach Toronto wieder mit Icelandair um 17:00. Beim Boarding zum zweiten Flug war es dann die Schrecksekunde oder eher die Schreckminuten, die mich nervös machten. Ich wurde nach meinem Rückflugticket gefragt und als die Dame feststellte, dass ich 5 Monate in Kanada verbringen würde fragte sie mich, was ich denn dort wollen würde.. so lange dürfte ich ja ohne Visum gar nicht im Land sein. Ich hatte vorher extra mehrmals nachgeschaut, dass ich auch wirklich ohne jegliches Visum als Tourist maximal 6 Monate in Kanada bleiben kann. Sie war der Auffassung, ich dürfte maximal drei Monate dort bleiben. Sie müsse mal telefonieren - und weg war sie. Alle möglichen Gedanken schießen einem da in den Kopf, vor allem "Was mache ich, wenn sie mich nicht fliegen lässt?" Aber ein paar Minuten später, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen, kam sie lächelnd wieder, gab mir meinen Reisepass und wünschte einen guten Flug. Puuuuh geschafft. Abflug und dann die Landung in Toronto um 17:55 Uhr Ortszeit. 6 Stunden Zeitunterschied nach Deutschland. Toronto 18:00 Uhr, Deutschland 0:00 Uhr.

Nachdem ich durch den richtigen Eingang nach Kanada an den Grenzpolizisten vorbei war und meinen Koffer und meinen Rucksack vom Band gefischt habe, kam die spannende Sache mit dem Taxi. Ich musste nicht lange am Taxistand warten, bis ich in eins einsteigen konnte und schon ging es los. Kleines Problem zu Beginn war aber, die richtige Adresse zu finden. Der Taxifahrer fand die Adresse, die ich mir aufgeschrieben hatte, im Navi zuerst nicht. Nach ein wenig Ausprobieren hat es aber dann doch geklappt. Zurücklehnen und warten, bis wir ankommen... Auf der Fahrt habe ich mich ganz nett mit dem Taxifahrer unterhalten und so gingen die ca. 40 Minuten vom Flughafen bis zum Ziel schnell um. Und dann war ich nach insgesamt fast 20 Stunden Reise am Ziel: Park Lane Stables, Erin, Ontario, Canada! Juhuuuuu!

 

Begrüßt wurde ich von Amanda, 24, aus Nova Scotia, dem östlichsten Teil Kanadas. Sie ist zur Zeit der "Barnmanager", da Kim und Angus, die eigentlichen Manager und Besitzer, auf einer großen Horseshow in Florida sind. Die beiden bleiben dort bis Mitte März um dort ihre Pferde auf dem Turnier vorzustellen und ein paar zu verkaufen. Also haben wir auch nur ein paar Pferde zu versorgen - 9 an der Zahl. Somit konnte ich mir alle Namen schnell merken und habe es dann im März, wenn die anderen wieder kommen, hoffentlich einfacher. Nach den paar Tagen finde ich mich im Stall mittlerweile gut zurecht und komme auch mit den beiden Mädels, mit denen ich zusammen im Staffhouse direkt neben dem Stall wohne, gut klar. Wir sind ja ungefähr gleich alt. Am zweiten Tag ist nämlich Lauréne, 25 aus Marseille, Frankreich noch zu uns gestoßen. Zu dritt geht die Arbeit fix von der Hand und wir haben für Dinge Zeit, die im Stall anfallen, aber sonst nicht erledigt werden können, weil zu viel zu tun ist. Dennoch sind wir von 7:30 bis 15:00 oder 15:30 im Stall und sitzen dort nicht nur untätig rum. Mittags haben wir eine halbe Stunde Pause zum Essen oder wofür auch immer und dann geht´s weiter. Zuerst war das Haus noch sehr dreckig, da Kaydee, die Neuseeländerin, die vorher auch hier gewohnt hat, war nämlich nicht sehr ordentlich. Wir haben überall, außer im Bad und der Küche Teppich. Und ohne Staubsauger ist das Saubermachen ein wenig blöd. Mit dem Besen braucht man ewig, aber es läuft wohl. :D

Mittlerweile habe ich auch eine kanadische Telefonnummer, sodass ich immer und überall Internet habe, was sehr praktisch ist. 60 CAN$ pro Monat. Das wäre günstig wurde mir gesagt.. aber okay! :D Man gönnt sich ja sonst nix. Die Lebensmittelläden hier, bzw. der, in dem ich bislang war, ist vergleichbar mit dem SB Zentralmarkt. Dort gibt es alles und von jedem Kram noch viel mehr. Vor allem in großen Portionen und Variationen, die ich nie für möglich gehalten hätte. Und es ist insgesamt ein wenig teurer als in Deutschland.


Gestern und heute bin ich dann die ersten Male geritten. Gestern Norbert und heute Brother. Norbert ist schon ein wenig älter und befindet sich momentan in der Aufbauphase, nachdem er sich letztes Jahr im Frühling verletzt hat. Daher kann man mit ihm nicht viel machen. Aber er ist ein nettes Pferd, mit dem man sich gern beschäftigt. Die Pferde hier sind eh alle durchweg gut erzogen und sehr ruhig. Keiner spinnt rum oder ist zickig. Sehr angenehm. Brother ist ein anderes Kaliber als Norbert. Er ist spritziger und noch fitter. Aber auch nett zu reiten. Es macht auf jeden Fall Spaß. So wie ich das verstanden habe, können wir, also Lauréne und ich, jetzt jeden Tag reiten. Hoffentlich. Dann haben wir nach der Mittagspause nämlich auch was zu tun und hängen nicht nur rum! 

Norbert - immer hoch motiviert! 

Aaaach ja, ich vergaß von Tim Hortons zu erzählen. Das ist eine kanadische Fast Food-Kette, die aber hauptsächlich Kaffee, Tee und Snacks verkaufen. Sehr lecker. Bislang waren wir jeden Tag dort oder Amanda hat Kaffee/Cappuccino geholt. Etwas, an das man sich gewöhnen kann! :D

So, das wars erstmal.

See ya! 

 

23.1.15 22:42, kommentieren

A Tour through the Canadian Horseworld, a Spanish Guy and Prejudices

Heute haben wir nach der Arbeit eine Tour mit dem Auto unternommen. "Spekulieren", wie man es im Kreise Cloppenburg/Vechta auch nennt. :D Wir haben uns die horse mansions angeguckt. Riiiiiesige Ställe von den reichen Leuten hier. Die haben für die Sommermonate die Pferde hier und in den Wintermonaten reisen sie mit den Pferden und Sack und Pack nach Florida (Ocala oder Wellington), wo sie natürlich noch so eine große Reitanlage haben. Craazy. Ich habe selbst in Deutschland keine solch großen Ställe gesehen. Die Gegend, in der die Ställe sind, heißt "Equestrian Neighbourhood", also sowas wie Pferdenachbarschaft, und einige Straßen sind zu dieser Zeit einfach mal gesperrt, weil da eh niemand langfährt. Die Leute haben richtig Geld hier!

 Abgesehen davon ist heute unser Spanier, von dem wir annahmen, dass er Brasilianer oder Maxikaner sei, angekommen. Er ist auch ein working student und alle Infos, die wir haben, sind von Angus, unserem Chef. Er weiß also anscheinend auch nicht mehr über ihn als wir. Alvero war für die letzten drei Monate schon in Toronto, also sollte es schonmal kein Problem mit der Sprache geben. :D Wir wissen bislang noch nicht viel über ihn, außer, dass er 18 oder 19 ist. Werden wir wohl noch rausfinden. Amanda hat morgen ihren freien Tag, sodass Lauréne, Alvero und ich den Stalldienst machen werden und am Montag fahren Lauréne und ich nach Torontoooo! Juhuuuu. Bin mal gespannt wie das so ist in der Großstadt, die ich bislang ja nur teilweise von oben gesehen habe.. im Dunkeln. Amanda hat erzählt, dass dort momentan sehr viel im Umbau ist, da diesen Sommer die Pan Am Games in Toronto stattfinden. Die Pan Am Games sind sowas wie die Olympischen Spiele für Lateinamerika, Südamerika, die Karibik und Nordamerika und finden im Juli und August statt.

Alle Kanadier, mit denen ich bislang über Deutschland gesprochen habe, verbinden Deutschland mit Oktoberfest und gutem Bier. :D  "Do you like beer?" - "Haha, ja. Aber ich trinke es nicht jeden Tag. Wie die meisten Deutschen eigentlich auch." - "Wirklich? Ich dachte, ihr Deutschen trinkt immer Bier." Da sind sie, die Vorurteile. Aber gut, vielleicht finde ich ja auch noch, entgegen der Vorurteile, einen Kanadier oder eine Kanadierin, der oder die nicht nett ist.

 Das wars jetzt erstmal wieder. Über Montag gibt es dann bestimmt auch wieder etwas zu berichten. Bis dann!

25.1.15 02:32, kommentieren